ATLAS – Forschungsprozess Neu
Das Ziel: Weniger über Prozesse reden. Mehr Forschung möglich machen.
Forschung und Entwicklung ist für Wien Energie ein wichtiger Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040. Doch damit aus neuen Ideen tatsächlich Wirkung entsteht, braucht es mehr als gute Forschungsprojekte: Es braucht einen Prozess, der Strategie, Forschung und Umsetzung miteinander verbindet.
Der bestehende Forschungsprozess funktionierte in vielen Bereichen bereits gut. Für die zahlreichen Schnittstellen war jedoch nicht immer nachvollziehbar, wie Entscheidungen zustande kommen, wer wann beteiligt ist und wo Verantwortlichkeiten liegen. Entscheidungen wurden teilweise aus dem „Bauchgefühl“ heraus getroffen – richtig, aber für andere schwer nachvollziehbar.
Mit ATLAS – Forschungsprozess Neu sollte deshalb ein schlanker, transparenter und gelebter Prozess entstehen, der Orientierung schafft und F&E klar in der Unternehmensstrategie verankert.
Der Ansatz
Den Forschungsprozess aus allen Perspektiven betrachten
Ein Prozess wird nicht dadurch wirksam, dass er perfekt beschrieben ist. Er wird wirksam, wenn die Menschen, die darin arbeiten, ihn verstehen und mittragen.
Deshalb wurde ATLAS nicht allein aus Sicht der Forschungsabteilung entwickelt. Von Beginn an wurden die relevanten Stakeholder einbezogen: vom Kernteam über operative Schnittstellen und Expert:innen bis hin zum Steering System.
Mit Passenger Maps wurden zunächst Bedürfnisse, Erwartungen und mögliche Widerstände der beteiligten Rollen sichtbar gemacht. Die metromap™ übersetzte diese unterschiedlichen Perspektiven anschliessend in ein gemeinsames Prozessbild: Wer steigt wann ein? Wer übernimmt Verantwortung? Wo treffen sich Rollen? Und wie führt der Weg von der strategischen Ausrichtung über Forschungsprojekte bis zum Transfer in die operative Umsetzung?
Der Weg
Gemeinsam entwickeln statt im stillen Kämmerchen
ATLAS entstand Schritt für Schritt – und mit jeder Perspektive wurde der Prozess klarer.

Understand
Zunächst wurden Status quo, Stakeholder und Bedürfnisse analysiert. Interviews, Workshops und Passenger Maps halfen zu verstehen, wie der Forschungsprozess aus Sicht der unterschiedlichen Beteiligten tatsächlich funktioniert – und wo Spannungen oder Unklarheiten entstehen.

Map & Challenge
Auf dieser Basis entstand die metromap™ des neuen Forschungsprozesses. Rollen, Aktivitäten, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten wurden sichtbar und immer wieder mit den relevanten Stakeholdern gespiegelt. Die visuelle Logik machte es dabei einfach, auch Personen punktuell einzubinden: Sie konnten sich schnell orientieren, ihre Perspektive einbringen und den Prozess direkt challengen.

Commit & Live
Aus den Iterationen entstand ein gemeinsam getragenes Prozessbild. Rollen wurden konkretisiert, Verantwortlichkeiten geklärt und der Forschungsprozess mit der strategischen Ausrichtung verbunden. So wurde aus einer Prozessdarstellung Schritt für Schritt ein Prozess, der im Alltag tatsächlich gelebt werden kann.
Der Mehrwert
Klarheit schafft Raum fürs Wesentliche
Die eigentliche Wirkung von ATLAS zeigt sich nicht darin, wie oft die metromap™ betrachtet wird. Sondern darin, dass sie immer seltener gebraucht wird.
Nachvollziehbare Entscheidungen
Statt Entscheidungen nur aus Erfahrung und Bauchgefühl heraus zu treffen, macht der neue Prozess nachvollziehbar, wie sie entstehen und wer daran beteiligt ist.
Klare Rollen und Schnittstellen
Die Beteiligten wissen, wo ihre Verantwortung liegt, wann andere Rollen ins Spiel kommen und wie die Zusammenarbeit funktioniert.
Gemeinsam statt nebeneinander
Weil relevante Stakeholder an der Entwicklung beteiligt waren, entstand kein Prozess für die Organisation, sondern mit ihr. Das schafft Verständnis und Commitment.
Mehr Fokus auf Forschung
Lukas bringt die Veränderung auf den Punkt: Früher drehte sich das Team intensiv um den Prozess selbst. Heute muss deutlich weniger darüber gesprochen werden. Die Beteiligten wissen, was vereinbart wurde – und können ins Tun kommen.
Das Resultat
Von der Strategie zur Wirkung – auf einer gemeinsamen Linie
ATLAS ist abgeschlossen und der neue Forschungsprozess bei Wien Energie im Einsatz.
Was vorher teilweise implizit war, ist heute gemeinsam geklärt: Rollen, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen und Entscheidungswege. Gleichzeitig schafft der Prozess eine Verbindung zwischen Unternehmensstrategie, F&E-Bedarf, Forschungsprojekten und dem Transfer in die operative Umsetzung.
Damit ist ein Prozess entstanden, der nicht nur Forschung organisiert. Er schafft die Voraussetzungen dafür, dass Forschung ihren Beitrag zur Zukunft von Wien Energie leisten kann – und neue Technologien schneller dort ankommen, wo sie Wirkung entfalten sollen.